Die Stadt Nürnberg wurde auf der Fachmesse Kommunale 2025 mit dem Digital Award ausgezeichnet. Der Beitrag „Datenkultur leben – digital souverän. Dezentral. Bürgernah.“ überzeugte Jury und Publikum. Nürnberg belegte den ersten Platz in der Kategorie Städte und Gemeinden über 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Inhaltsverzeichnis:
- Erfolg für Marcus König und Nürnberg
- Datenmanagement mit drei Säulen
- Start und Entwicklung des Projekts
- Blick in die Zukunft
Erfolg für Marcus König und Nürnberg
Der Digital Award 2025 würdigt außergewöhnliche kommunale Digitalisierungsprojekte in Deutschland. Oberbürgermeister Marcus König erklärte: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Sie bestätigt unseren strategischen Kurs. Daten sind die Grundlage einer modernen und zukunftsfähigen Verwaltung.“ Nürnberg hat damit seinen Anspruch auf digitale Führungsstärke erneut unter Beweis gestellt. Die Preisverleihung fand im Rahmen der größten deutschen Verwaltungsfachmesse in Nürnberg statt.
Die Stadt setzte sich gegen zahlreiche Bewerber durch und überzeugte mit einem klaren Konzept. Das Projekt basiert auf der Idee, digitale Verantwortung dezentral zu gestalten, gleichzeitig aber eine gemeinsame Steuerung sicherzustellen. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Technik, Organisation und Qualifikation der Mitarbeitenden.
Datenmanagement mit drei Säulen
Das Nürnberger Modell stützt sich auf drei Hauptsäulen:
- Technik, die effiziente Prozesse ermöglicht.
- Organisation, die Transparenz und klare Zuständigkeiten schafft.
- Qualifikation, die Mitarbeitende gezielt auf digitale Aufgaben vorbereitet.
Mit diesem Ansatz zeigt Nürnberg, dass Digitalisierung weit mehr bedeutet als neue Technik. Sie umfasst Verantwortung, Wissensaustausch und den Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. Das Datenmanagement soll eine Verwaltung fördern, die effizient, souverän und bürgernah arbeitet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Durch datenbasierte Prozesse können Entscheidungen fundierter getroffen werden. Gleichzeitig profitieren Unternehmen und Bürger von offenen und maschinenlesbaren Daten, die über Open Data bereitgestellt werden.
Start und Entwicklung des Projekts
Der offizielle Startschuss für das Datenmanagement-Projekt fiel am 12. März 2024. Der Personal- und Organisationsausschuss beschloss die Erprobung eines übergreifenden Systems. Dazu gehören eine städtische Datenplattform sowie eine Data Governance. Ziel ist die Entwicklung einer einheitlichen Datenstrategie für alle Verwaltungsbereiche.
Am 31. März 2024 wurde die städtische Datenethik verabschiedet. Sie legt verbindliche Leitlinien für den Umgang mit Daten fest und schützt Privatsphäre und Datenschutz. Im Juni 2024 nahm das Data Governance Board seine Arbeit auf. Es begleitet die Testphase und wird anschließend die vollständige Datenstrategie ausarbeiten.
Blick in die Zukunft
Nürnberg plant, sein Engagement im Bereich Datenmanagement weiter auszubauen. Ab 2026 soll ein standardisiertes Qualifizierungsangebot für Mitarbeitende eingeführt werden. Außerdem wird eine Datenplattform evaluiert und beschafft. Diese Maßnahmen sollen die Verwaltung langfristig stärken und zukunftsfähig machen.
Neben Nürnberg wurden auch Nettetal und Leipzig ausgezeichnet. Nettetal überzeugte mit einem DSGVO-konformen KI-Portal auf Open-Source-Basis. Leipzig erhielt Anerkennung für den KI-Fuchs, ein KI-gestütztes Wissensmanagementsystem.
Der Erfolg Nürnbergs zeigt, dass eine klare Datenstrategie, verantwortungsbewusste Steuerung und Bürgernähe entscheidend für eine moderne Stadtverwaltung sind.
Quelle: INFRANKEN
Ich bin , Absolventin der Hochschule für Musik Nürnberg, und meine Mission ist es, Musik und Stadtgeschehen sichtbar zu machen.